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Vernetzt und sicher - auch im Tunnel

22.05.2026

Eine neue Technologie ermöglicht die störungsfreie Mobilfunkabdeckung entlang der wichtigsten Verkehrsachsen und in abgelegenen Orten Südtirols.

Das Land Südtirol installiert moderne, verteilte Antennensystemen (DAS), um auch in den Tunnels den Mobilfunkempfang zu gewährleisten. Die neue Technologie soll es möglich machen, überall die einheitliche Notrufnummer kontaktieren zu können. (Foto: LPA)
Das Land Südtirol installiert moderne, verteilte Antennensystemen (DAS), um auch in den Tunnels den Mobilfunkempfang zu gewährleisten. Die neue Technologie soll es möglich machen, überall die einheitliche Notrufnummer kontaktieren zu können. (Foto: LPA)

Oft ist das Mobiltelefon der einzige Kommunikationskanal, der im Notfall schnell zur Verfügung steht: Gerade deshalb ist es wichtig, dass dieser auch auf entlegenen Strecken oder in Tunnels, wo der Empfang schwach ist, funktioniert. Deshalb hat das Land Südtirol mit der Installation von verteilten Antennensystemen (DAS) begonnen, um den Mobilfunkdienst aufrecht zu erhalten.

Die DAS-Geräte befinden sich im Eigentum des Landes Südtirol und werden den Mobilfunkbetreibern gegen ein jährliches Entgelt zur Verfügung gestellt.

Stabile Signalqualität. Eine der wichtigsten technologischen Neuerungen betrifft die Art der Signalübertragung: Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den in den Tunneln installierten DAS-Anlagen und den Basisstationen (BTS) der Mobilfunkbetreiber gewährleisten eine stabile Signalqualität – unabhängig von der Netzabdeckung in der Umgebung des Tunnels, erklärt das Ressort für Hochbau das Projekt.

Bei den bisherigen Systemen hing das Signal im Tunnel von der Qualität des extern verfügbaren Signals ab. Das führte dazu, dass in Gebieten mit schwacher Abdeckung auch im Tunnel oft kein ausreichendes Signal vorhanden war. Mit der neuen Technologie kann eine deutlich zuverlässigere Verbindung garantiert werden.

„Die Mobilfunkabdeckung in Tunnels zu gewährleisten bedeutet, das Sicherheitsniveau für Bürgerinnen und Bürger und Gäste, die täglich unser Straßennetz nutzen, konkret zu erhöhen“, betont Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi. „Priorität haben Strecken mit besonders hohem Verkehrsaufkommen und Orte, wo die Empfangsprobleme am größten sind.“

Installationsarbeiten 2026 und 2027. Auf den Hauptverkehrsachsen sollen die Arbeiten bereits innerhalb des Jahres 2026 abgeschlossen sein. Das erste Baulos betrifft Eingriffe auf den wichtigsten Verkehrsachsen des Landes: Die Arbeiten konzentrieren sich auf das Pustertal, das Sarntal, das Schnalstal, die MeBo sowie auf den Brennerkorridor zwischen Bozen und Brixen. Das zweite Baulos umfasst dann das sekundäre Landesstraßennetz. Mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 1,95 Millionen Euro werden neue Antennenanlagen in zahlreichen Tunnels in den Gemeinden Hafling, Abtei, Karneid, Deutschnofen und St. Pankraz realisiert. Diese Eingriffe beginnen Anfang des Jahres 2027.

ee/pir

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